Aus Deutschland geflüchtet? Nachkommen deutscher Einwanderer findet man heute in allen Schichten der südbrasilianischen Region um Porto Alegre. Im 19. Jahrhundert kamen deutsche Kleinbauern als Armutsflüchtlinge – sie waren willkommen geheißen für die Kolonisierung des Bodens und die „Aufweißung“ der Bevölkerung. In der Weltwirtschaftskrise um 1920 strandeten zahlreiche Arbeiterfamilien, später Verfolgte des NS ,Regimes und untergetauchte Nationalsozialisten. In den meisten Einwandererfamilien wird bis heute deutsch gesprochen. Autobiografische Recherchen verdichtete der Autor Jürgen Berger zu einem doku ,fiktionalen Abend. Vier brasilianische Schauspieler*innen und Musiker*innen mit deutschen Wurzeln spielen mit einem Karlsruher Schauspieler. Wie kann man in zwei Kulturen gleichzeitig leben? Sind das dann Parallelgesellschaften? Ist Heimat ein Instrument des Kolonialismus? Welche Gemeinsamkeiten gibt es mit der Einwanderung nach Deutschland heute? Wandelt sich künftig der Begriff der Migration?
Eine Koproduktion des Badisches Staatstheater Karlsruhe, Goethe-Institut Porto Alegre und ATO cia.cênica ,die von der Kultur Stiftung des Bundes gefördert wurde.
Uraufführung 2018 im (Goethe-Institut Porto Alegre Brasilien und Badisches Staatstheater Karlsruhe. Gastspiel u.a. am Pfalzbau Ludwigshafen.
MIT Camila Falcão, Martina Fröhlich, Karin Salz-Engel Lenzi, Philipe Philippsen, Thomas Prenn/Pascal Berten REGIE Mirah Laline RECHERCHE & TEXT Jürgen Berger BÜHNE Rodrigo Shalako KOSTÜME Déh Dullius VIDEO Maurício Casiraghi LICHT Ricardo Vivian ÜBERSETZUNG, ÜBERTITEL & BERATUNG Pascal Berten DRAMATURGIE Jan Linders PRODUKTIONSLEITUNG Daniela Mazzilli, Letícia Viera / Primeira Fila Produções






